Das Laboratorium Kaltehofe
Anfangs wurden die laboratorischen Arbeiten in einer provisorisch ausgestatteten Baracke beim Filterwerk ausgeführt. Nach den schlimmen Erfahrungen mit dem Elbwasser war es jedoch dringend notwendig, für die bakteriologischen und chemischen Untersuchungen ausreichende und gute Voraussetzungen zu schaffen. So wurde der Bau eines Laboratoriums beantragt, und bereits 1894 konnten die Beamten des hygienischen Instituts ein neues Gebäude auf Kaltehofe beziehen. Im Obergeschoß war eine Beamtenwohnung untergebracht. Später wurde noch ein Betriebsgebäude angebaut.
Das Labor
Außer der Filterkontrolle oblag dem Laboratorium die laufende Untersuchung des Elbwassers, der Abwässer sowie die Untersuchung der übrigen Gewässer in Hamburg. Hierzu bediente man sich einer Barkasse, die mit Laborraum und Kühlschrank ausgerüstet war. Beim Bau der Filteranlage Kaltehofe war bereits ein kleiner Bootshafen zur Aufnahme der Barkasse angelegt worden.
Mit der weiteren Ausdehnung der Stadtwasserkunst und ihres Leitungsnetzes wuchs auch die Auslastung des Laboratoriums. Auch die Grundwassererschließung erforderte zahlreiche Untersuchungen.
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